Anti-Angst-Anker Teil 2: Trickse dein Hirn aus!

25/11/2017 3 min read

Anti-Angst-Anker Teil 2: Trickse dein Hirn aus!

25/11/2017 3 min read
Angst was tun

Bühne frei für dein Hirn! In Teil 2 meiner SOS-Hilfe bei Angst- und Panikattacken geht es um Tricks zum Panik-Motor Nr. 1: Unser Kopfkino! Wie wir unseren Kopf abkühlen und der Angst akut den Strecker ziehen können, erfahrt ihr hier.

Hilfe Menschen! Unterwegs als Angsthase

Mein erster Gedanke auf dem Weg zum Bus: „Ich bin bekloppt. Und alle gucken zu.“

Tja, mein bester Freund die Angst hat meist den gleichen Fahrweg wie ich. Und dazu noch ein Monatsticket. Läuft.


Sie fühlt sich besonders wohl, wenn ich unterwegs bin. Wenn ich mich nicht vor ihr verstecken kann. Viele Menschen findet sie auch richtig cool. Sie mag den großen Auftritt. Naja, suchen wir uns einen Sitzplatz. Nützt ja nichts.

So fährt die Angst auch aktuell noch mit, hat sich aber zum Glück auf die billigen Plätze verkrümelt. Bis vor kurzem waren kurze und lange Wege abseits meiner vier Wände allerdings mein absoluter Endgegner.  Denn weil es sich im Trio schöner reist, war auch noch die nette Bekannte Frau Panik mit an Bord. Zum Glück habe ich der jetzt absolutes Fahrverbot verpasst. Mal sehen, wie lange es anhält.

Meine Strategie: Mein Gehirn in der Angstsituation ablenken. Zählen, rechnen, das kleine Einmaleins. So simpel. So effektiv.

Durchbreche die Dauerschleife im Kopf

Naja, so simpel war es anfangs nicht. Unterwegs sein heißt: Ich kann nicht raus aus der Angstsituation. Egal ob im Auto, in der Bahn, im Flugzeug. Der Kopf spielt verrückt. Gedanken kreisen sich um die ständig gleichen Szenarien:

  • „Ich verliere die Kontrolle über meinen Körper!“
  • „Ich kippe um, ich sterbe!“
  • „Ich blamiere mich hier vor anderen Menschen!“

Also, was kann ich tun? 

Kopf ablenken durch Zählen und Rechnen

Ich hole mich in die Realität zurück! Ich durchbreche das Kopfkino, indem ich mein Gehirn mit simplen Gedankenspielen ablenke:

  • Ich zähle rückwärts, zum Beispiel von 100 bis 50
  • Ich schaue aus dem Fenster und zähle die Bäume, Häuser, Autos usw.
  • Ich schaue aus dem Fenster und konzentriere mich auf/zähle alle blauen/grünen/roten Autos

Unser Gehirn kann sich nur auf eine Sache gleichzeitig konzentrieren, das nutzen wir aus! Wir lenken unsere Aufmerksamkeit weg vom Katastrophenszenario. Auf diese Weise stoppen wir die Dauerschleife der Angst und Panik im Kopf.

Es gibt sicherlich noch zig andere Gedankenspiele, seid kreativ und denkt euch ähnliche Aufgaben aus!

TIPP: Schreibt ein oder mehrere Gedankenspiele im Vorfeld auf einen Zettel. Packt den Zettel in die Hosentasche, Rucksack o.ä. Habt euer Ablenkungsmanöver griffbereit! So fühlt ihr euch sicherer. Ertastet den Zettel in der Tasche, das gibt Halt. Anker ausgeworfen, sicher durch den Sturm!

Fazit

Unterwegs abseits unserer vier Wände sind Angstgefühle oftmals besonders stark. Wir fühlen uns dann schutzlos ausgeliefert, ein Motor für Angst- und Panikattacken. Trotz der Angst versuche ich, mich Schritt für Schritt den Angstsituationen auszusetzen, egal ob im Auto, im Bus oder auf belebten Plätzen. Meine Anti-Angst-Anker helfen mir dabei.

Um eine Angstsituation besser auszuhalten, verwende ich unter anderem folgenden Trick: Ich lenke mein Gehirn mit Zähl- und Rechenaufgaben ab. Raus aus dem Kopfkino, zurück in die Realität. Mehr aus meiner Trickkiste bei Angst und Panik findet ihr hier!

Seid gespannt auf Teil 3 der Anti-Angst-Anker und schickt die Krise auf die billigen Plätze!

Kick it and fly high!
Eure Märy

Was habt ihr für Erfahrungen gemacht mit Angst- und Panikattacken? Welche Tools helfen euch?

Bildnachweis: Eutah Mizushima auf unsplash.com

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Moin Meschuggis!

Moin Meschuggis!

Schön, dass du da bist! Ich bin Märy und schreibe hier über das Leben namens Achterbahn. Mit Zen und Gin durch Ups und Downs. Hamsterräder abmontieren und in eigenem Tempo Richtung Intuition, Resilienz und Lässig-Life. Wie das geht? Keine Ahnung. Aber lass uns mal 'nen Versuch starten.

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